Verhalten nach einem Unfall

Diese kleine Unfallfibel gibt einen Einblick in Verhaltensregeln und mögliche Ansprüche nach einem Verkehrsunfall. Sie kann keinesfalls eine juristische Rechtsberatung ersetzen!

Nun ist es passiert! Ihr Fahrzeug wurde beschädigt!

Nach dem Unfall Ruhe und Übersicht bewahren:
  • Anhalten
  • Absichern
  • Warnblinkanlage einschalten
  • bei Dunkelheit Beleuchten
  • Verletzten helfen
Notruf: 112
  • Wer ruft an?
  • Was ist passiert?
  • Wo ist es passiert?
  • Wie viele Personen sind verletzt?
  • Welche Art der Verletzung liegt vor?
  • Warten auf Rückfragen?

Bei Bagatellschäden kann die Unfallstelle markiert und dann geräumt werden.

Beim Verlassen des Unfallfahrzeuges auf den Verkehr achten.

Nach Zeugen schauen und Bilder machen!

Wichtig: Kein Schuldeingeständnis abgeben!

Bei unklarer Situation oder bei Personenschaden unbedingt auf die Hinzuziehung der Polizei drängen.

 

Welche Angaben sind wichtig!
  • Ort und Datum des Unfalls
  • Gegnerisches Kennzeichen und Fahrzeugdaten, ggf. auch von weiteren beteiligten Fahrzeugen
  • Halter und Fahrerdaten, Adresse und Telefonnummern
  • Gegnerische Versicherung und Versicherungsnummer
  • Zeugenangaben

Wenn durch den Unfall die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist, Werkstatt  oder Abschleppdienst anrufen und das Fahrzeug abholen lassen.

In der Werkstatt ihres Vertrauens vorsprechen!

Nach einem Unfall ist der Gang zu einem Anwalt oft ratsam. Wird dies frühzeitig befolgt, können Probleme der Haftungsfrage, Wertminderung, Mietwagen bzw. Nutzungsausfallgeld oder Schmerzensgeld schon im Vorfeld abgeklärt werden. Meist zahlen Versicherungen nur so viel, wie gefordert wird. Wissen Sie wie viel Sie fordern können?

Schon aus diesem Grund ist es sinnvoll, als Unfallgeschädigter einen Anwalt einzuschalten, der Ihre Interessen vertritt.

Jeder Fall ist individuell und verschieden. Die Kosten für diese Inanspruchnahme muss die gegnerische Versicherung in Höhe Ihrer Haftungsquote übernehmen.

Der Unfallschaden sollte zur Beweissicherung, ab einer Schadenhöhe von ca. 750,00€ von einem unabhängigen Sachverständigen aufgenommen werden.

Unser Büro arbeitet dabei eng mit Ihrer Werkstatt zusammen.

Ein fachgerechtes Gutachten zur Beweissicherung ist Grundlage bei der Durchsetzung der Ansprüche gegenüber dem Unfallgegner bzw. der gegnerischen Haftpflichtversicherung, es gibt Ihnen Sicherheit hinsichtlich der Reparaturwürdigkeit ihres Fahrzeuges bzw. bei der Ersatzbeschaffung im Falle eines Totalschadens. Desweiteren wird durch ein Sachverständigengutachten eine genaue Wertminderung ausgewiesen.

Auch bei Fahrzeugen, die älter als 5 Jahre sind, kann im Einzelfall ein Anspruch auf Wertminderung gegeben sein. Ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt oder ein Versicherungsgutachten wird sicher keine Auskunft darüber geben!

Sollten Sie fiktiv bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung abrechnen oder statt Nutzungsausfallentschädigung einen Mietwagen benötigen, ist ein Gutachten unumgänglich.

Die Kosten für die Ermittlung der Schadenshöhe sind Bestandteil der Gesamtschadensregulierung und diese müssen in Höhe der Haftungsquote von der gegnerischen Versicherung übernommen werden.

Unser Büro bietet den Service der direkten Abwicklung der Gutachterkosten mit der Haftpflichtversicherung an. Durch die Unterzeichnung der Abtretungserklärung können wir diesbezüglich alles in die Wege leiten, damit Sie nicht in Vorkasse treten müssen.